Samstag, 29. Juli 2017

Rezension "Sakura - Die Vollkommenen" von Kim Kestner


© Bild: www.arena-verlag.de

Juris Welt ist voll von Tod. Ihr Job ist es nicht nur, die Leichen zu verbrennen, sondern muss sie auch tagtäglich ums nackte Überleben in den unterirdischen Höhlen kämpfen.
Doch dann bekommen einige Jugendliche vom Kaiser die Chance, zu ihm ans Tageslicht zu gelangen. Dafür müssen sie jedoch makellos sein. Juris einzige Chance auf ein Leben unter der Sonne ist es, wenn sie als Junge verkleidet an dem Wettbewerb teilnimmt.
Doch ist ihre Tarnung wirklich gut genug? Und warum hat der Sohn des Kaisers stets ein wachsames Auge auf sie? Kennt er die Wahrheit und wird Juri auffliegen lassen?



Die Geschichte:
Ein Mädchen, das sich als Junge ausgibt, ein Wettkampt um ein besseres Leben und die japanischen Hintergründe - das alles hörte sich in meinen Ohren recht interessiert an. Tatsächlich hat diese Dystopie auch etwas Spezielles, das überrascht.
Jedoch traf die Geschichte nicht gerade meinen Geschmack. Teilweise zu vulgär, zu detailliert beschriebene (schlimme) Lebensumstände und zu abgebrühte Charaktere. Passt zum Buch, hat mich persönlich jedoch eher abgeschreckt.
Abgesehen davon ging am Ende alles viel zu schnell, sodass man kaum mehr hinterher kam.

Die Charaktere:
Ich habe versucht, sie zu mögen, aber so richtig geklappt hat das nicht. Juri in ihrer Art hat tatsächlich mehr wie ein Junge angemutet. Selbst das Eintreten für andere, das sich im Laufe der Zeit entwickelt, hat mich nicht wirklich überzeugt.
Auch der Sohn des Kaisers, Haruto, hinterließ keinen bleibenden Eindruck. Zu glatt, zu undurchsichtig, zu wenig eigene Meinung.
Da waren mir so manche Nebenfiguren wie Dom und Rebecca eindeutig sympathischer, sie besaßen mehr Ecken und Kanten.

Der Schreibstil:
Wie bereits angedeutet, gefiel mir die Ausdrucksweise nicht sonderlich. Aufgrund des Lebens der Figuren ist sie natürlich passend, jedoch konnte ich mich damit nicht anfreunden.
Trotzdem liest sich der Schreibstil flüssig, und die Länge der Gedanken, Beschreibungen und Dialoge war angemessen.

Mein Fazit:
Eine Dystopie mit einer mittelmäßig kreativen Welt (teilweise vergleichbar mit "Die Tribute von Panem" und "Maze Runner"), wenig sympathischen Protagonisten und einer gewöhnungsbedürftigen Ausdrucksweise. Liest sich jedoch recht schnell und hat ein paar interessante Aspekte zu bieten. Darum würde ich sagen: mittelmäßig.

Sabrina S. Says:





                                                                                 
Erschienen beim Arena Verlag
Erscheinungsdatum: 6.7.2017

ISBN: 978-3-401-60318-6
Hardcover, 408 Seiten

Preis: 16,99 € (D), 17,50 € (A)

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem beim Arena Verlag, Thalia und Amazon
                                                                                 

Kommentare:

  1. Hi

    ich hab das Buch als Ebook gekauft, nachdem ich auf einer Lesung auf der LBM war. Am Anfang war ich richtig geflasht von der Story, aber so im Laufe der Geschichte - und vorallem das Ende - war mir einfach zu verhuscht.

    Irgendwann so bei 70% dachte ich: Hm wird das ne Reihe? Wie will die Autorin das sonst auflösen? Weil ich dachte echt nicht, dass es so ausgeht, dass Juri ein nettes Leben hat und der Rest unten einfach verrecken kann.

    Als die "Auflösung" dann kam, dachte ich so: Äh ... ja. Wow. Äh ... okay. Ich mag das nicht, wenn alles am Ende so Hopladihopp geht und der Autor alles in 10 Seiten quetscht. Dann lieber gescheit ausarbeiten und das Buch hat halt 50 Seiten mehr.

    lg
    Nadine

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    1. Hallo Nadine,

      erst mal danke für deinen Kommentar ^^

      Und ich muss dir zustimmen: Ich finde längere Enden, auf die man richtig hinarbeitet, auch besser. In diesem Buch war das leider nicht der Fall, sodass man hier den Eindruck von einer schnell benötigten Lösung bekam. War nicht mehr glaubhaft zum Schluss hin.

      Wobei es mir von Anfang an ja nur bedingt gefallen hat, da hätte ein besseres Ende auch nicht mehr viel gebracht :P

      LG, Sabrina

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