Samstag, 4. November 2017

Rezension "Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis" von Sarah J. Maas

https://www.dtv.de/buch/sarah-j-maas-das-reich-der-sieben-hoefe-flammen-und-finsternis-band-2-76182/
© Bild: www .dtv.de

Nach dem Sieg über Amarantha plagen Feyre die schlimmen Erinnerungen. Ihr angeblich gewonnenes Glück mit Tamlin entwickelt sich dadurch schon bald zu einem Albtraum, aus welchem sie nur wegen ihres Paktes mit dem High Lord des Hofs der Nacht entkommen kann. Aber Rhysand ist nicht zu trauen, oder?
Nach und nach erkennt Feyre, dass die wirkliche Bedrohung noch bevorsteht. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als Rhys bei seinem Kampf zu unterstützen.
Aber können sie es wirklich mit der neuen Gefahr aufnehmen? Und wird Feyre rechtzeitig erkennen, wem sie ihre Hilfe, ihr Vertrauen und ihre Liebe schenken soll?



Die Geschichte:
Nach den überwältigenden Ereignissen von Band 1 war es schwer, eine noch bessere Story zu entwickeln. Das rechne ich natürlich mit in die Bewertung ein, darum kann ich auch nicht zu viel abziehen, weil die Geschichte von Band 2 mich nicht ganz so sehr mitgerissen hat. Wobei das an dem ganzen Aufbau des Buches lag. Denn die Umkehr von "guten" und "bösen" Charakteren hat mich einfach mal komplett aus dem Konzept gebracht. Und sie ging meines Erachtens vor allem auf Tamlins Seite zu schnell. Es wirkte ein wenig abgearbeitet, damit Feyre endlich zu Rhys kommt. Dadurch verlor es etwas an Glaubwürdigkeit.

Die Charaktere:
Feyres Entwicklung in die Mündigkeit hinein gefiel mir recht gut und das Trauma wirkte auch realistisch. Dass sie Tamlin allerdings so schnell fallen lässt, nachdem sich die Liebe im ersten Band so schön entwickelt hatte, mochte ich gar nicht. Immerhin hatte sie den Anstand, sich Rhys nicht gleich an den Hals zu werfen.
Nicht falsch verstehen, ich mag die Bad Boys mit dem weichen Kern wie Rhysand, aber in Anbetracht der Geschehnisse aus Band 1 konnte ich die neue Liebesgeschichte nicht richtig genießen. Nicht, nachdem Tamlin von jetzt auf gleich zum "Bösewicht" umfunktioniert wurde. Alle Sympathie war quasi sofort zerstört, das war schade.

Der Schreibstil:
Wie im Vorgänger gewohnt imposant, lebendig und nachvollziehbar. Es liest sich nicht so leicht wie andere Jugendbücher, geht eher in Richtung belletristische Fantasy. Auch von den Inhalten her, daher ist die Altersangabe ab 14 Jahren vielleicht nicht ganz stimmig.
Aber ich mag Sarah J. Maas' Art, zu schreiben und Bilder in den Köpfen entstehen zu lassen.

Mein Fazit:
"Flammen und Finsternis" kommt nicht an den ersten Band heran. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich meine Sympathie an die Charaktere anders als andere Leser verteile. Weil mir die Verbindung zwischen den zwei Teilen gefehlt hat, weil alles so plötzlich umgeworfen wurde. Hätte mich die Liebesgeschichte von Band 1 nicht so sehr in den Bann gezogen, hätte ich die aus Band 2 mehr genießen können. Schade.
Trotzdem ein unbestreitbar gutes Buch mit durchdachten politischen Hintergründen. Das hat den Roman gerettet.

Sabrina S. Says:


                                                                                

Erschienen beim dtv Verlag
Erscheinungsdatum: 04.08.2017

ISBN: 978-3-423-76182-6
Hardover, 720 Seiten

Preis 19,95 € (D), 20,60 € (A)

Auch als E-Book erhältlich

Originaltitel: A Court of Mist and Fury

Bestellbar unter anderem beim dtv Verlag, Amazon und Thalia

                                                                                

Samstag, 28. Oktober 2017

Rezension "The Promise - Der goldene Hof" von Richelle Mead

https://www.luebbe.de/bastei-entertainment/ebooks/junge-erwachsene/the-promise-der-goldene-hof/id_6019124
© Bild:www.luebbe.com

Um einer zweckmäßigen Ehe zu entgehen, übernimmt eine junge Adelige den Platz ihrer Dienstmagd und reist an ihrer statt an den goldenen Hof. Dieser bietet jungen Mädchen die Chance auf ein besseres Leben auf dem neuen Kontinent Adoria, indem er sie zu Damen ausbildet und sie Männern der neuen Welt als Heiratskandidatinnen vorführt.
Als Adelaide versucht sie, genau dieses Ziel zu erreichen, doch es ist schwer, nicht aufzufliegen. Fast genauso schwer, wie dem Sohn ihres Sponsors zu widerstehen. Und Cedric scheint es mit ihr genauso zu gehen.
Doch ihre Liebe darf nicht sein, denn sie könnte für sie beide den Ruin oder gar den Tod bedeuten ...



Die Geschichte:
Etwas Vergleichbares habe ich noch nirgends gelesen. "The Promise" mischt verschiedene Genres: historisch, fantastisch (im Sinne einer erfundenen Welt) und romantisch. Das war so nicht ganz zu erwarten, fand ich aber ziemlich interessant gemacht. Und allen voran waren die Umstände glaubwürdig.
Insgesamt fügt sich auch alles sehr gut in das Setting ein, vor allem die Charaktere. Nur zog es sich phasenweise etwas, womöglich hätte man noch etwas kürzen können. Und die Richtung, in die es sich nach der Aufdeckung des Verhältnisses entwickelt, kam sehr überraschend. Diesen Teil des Buches mochte ich auch am wenigsten, mehr verrate ich allerdings nicht.

Die Charaktere:
Adelaide (oder auch Elizabeth, wie man in der deutschen Version des Buches sehr schnell erfährt - im Englischen war das ein gut gehütetes Geheimnis, was ich besser fand) ist eine starke Frau von Beginn an. Als Adelige weiß sie auch genau, wie sie sich verhalten muss, was sie ab und an in die Bredouille bringt. Das wirkte etwas gekünstelt, denn eigentlich sollte sie schlau genug sein, um so manch gravierenden Fehler zu vermeiden. Aber womöglich ist ihre Erziehung zu stark in sie eingehämmert, das ist schwer zu beurteilen, darum will ich das nicht so eng sehen. Trotzdem fehlte mir das letzte Quäntchen Sympathie, denn ihr haftete stets eine gewisse Arroganz an.
Cedric mochte ich durchweg gerne, aber der typische Traumprinz eines Jugendbuches ist er definitiv nicht. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Seine Einfühlsamkeit war seine beste Eigenschaft.
Und auch Tamsin und Mira sind gelungene Nebenfiguren, die oft mehr Charakter bewiesen und Sympathie hervorriefen als Adelaide selbst.

Der Schreibstil:
Ich mag den Stil von Richelle Mead, denn er ist stets eine Mischung aus typischem Jugendbuch und etwas Anspruchsvollerem. Dies ist das erste Buch von ihr, dass ich auf Deutsch gelesen habe, dadurch kommt das leider nicht ganz so deutlich raus. Auch was die Übersetzungen angeht, finde ich die Umsetzung eher na ja.
Aber gut und lebendig geschrieben ist die Geschichte, man kann sich alles deutlich vorstellen. Und bei einer erfundenen Welt ist das ja ein Kernfaktor.

Mein Fazit:
Nicht ganz wie erwartet von der Story und den Charakteren her. Trotzdem eine interessante Geschichte in einem spannenden Setting. Phasenweise schwächelt die Handlung ein wenig, aber das wird durch erstaunliche Wendungen und Offenbarungen wieder wett gemacht.
Ein gutes, jedoch kein überragendes Buch mit Richelle Meads bisher schwächster Protagonistin vom Sympathiefaktor. Trotzdem würde ich es weiterempfehlen.

Sabrina S. Says:


                                                                                  

Erschienen bei Bastei Lübbe (Bastei Entertainment)
Erscheinungsdatum: 29.09.2017

ISBN: 978-3-7325-4928-3
E-Book, 586 Seiten

Preis E-Book: 13,99 € (D)
Preis Hardcover: 18,00 € (D)

Auch als Hardcover erhältlich

Bestellbar unter anderem bei Bastei Lübbe, Amazon und Thalia

                                                                                 

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise von Bastei Lübbe über Netgalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Samstag, 21. Oktober 2017

Rezension "Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung" von Stefanie Hasse

https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/schicksalsbringer_ich_bin_deine_bestimmung-8350/
© Bild: www.loewe-verlag.de

Kieras Leben ändert sich von einen Tag auf den anderen, als ihr beim Umzug eine alte Münze in die Hände fällt. Das Geschenk von vor über zehn Jahren birgt nämlich ein Geheimnis: Wer diese Münze besitzt, ist der Schicksalsträger und kann von nun an in das Leben anderer Menschen eingreifen.
Doch damit nicht genug, denn mit dieser Bürde geht das Auftauchen zweier Brüder einher - Phoenix und Hayden. Einer von ihnen wurde gesandt, um Böses heraufzubeschwören, der andere, um Gutes zu bringen. 
Wem der beiden kann Kiera vertrauen? Und an wen verliert sie ihr Herz?



Die Geschichte:
Ein recht klassischer Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche. Mit Wirrungen bezüglich Freundschaft, Liebe, Familie und einer Prise Magie. Die Idee mit der Beeinflussung des Schicksals durch eine Münze ist jedoch mal etwas Neues. Leider kommt das Besondere nicht so deutlich heraus, da sich Kiera die meiste Zeit weigert, in das Schicksal einzugreifen.
Der Fokus wird eher auf die Überraschungen gelegt, die sich durch das ganze Buch ziehen. Was auch nicht schlecht ist, viel Spektakuläres passiert bis zum Ende nicht. Dieses ist - wie bei Stefanie Hasses Büchern typisch - sehr rasant und teilweise etwas verwirrend. In diesem Fall ist das jedoch nicht so wild, da sich vieles wohl in Band 2 aufklären wird.

Die Charaktere:
Es herrscht eine gewisse Vielfalt an Figuren, die meisten bergen Geheimnisse, denen man erst spät (oder noch gar nicht) auf die Schliche kommt. Das fand ich ganz interessant gemacht.
Bei den Hauptfiguren bin ich eher zwiegespalten. Zwar empfindet man für jede eine gewisse Sympathie, aber komplett von sich überzeugen konnten mich weder Kiera noch Phoenix oder Hayden. Vor allem die Liebesgeschichte entwickelte sich für mich nicht ganz nachvollziehbar, obwohl darauf der Fokus liegt. Und Cody blieb als erste Nebenfigur eher ein Schatten ohne wichtige Rolle, was ich schade fand.

Der Schreibstil:
Typisch für ein Jugendbuch. Mehr braucht man eigentlich kaum zu sagen.
Was ich gut fand an der Struktur des Buches, waren die sehr kurzen Kapitel. Die animieren zum Weiterlesen und man kann auch beinahe jederzeit stoppen. Dafür gibt es ein Extrapünktchen.
Genau wie für die kursiven Einschübe, die manchmal an den Kapitelenden auftauchen. Der unbekannte Sprecher und die kryptischen Andeutungen machen jede Sicherheit zunichte, die man zu erlangen geglaubt hat. Echt fies, vor allem ganz am Ende des Buches. (Ich brauche die Fortsetzung!!!)

Mein Fazit:
Ein in vielerlei Hinsicht wenig spektakuläres Jugendbuch, bei dem die Kleinigkeiten den Unterschied machen. Überraschende Wendungen, neue Enthüllungen und die Struktur des Buches lassen einen recht schnell zum Schluss kommen. Da stört es auch nicht ganz so sehr, dass es bei den Figuren und der Liebesgeschichte etwas hapert.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung "Schicksalsjäger" (erscheint im Frühjahr 2018).

Sabrina S. Says:





                                                                                  


Erschienen beim Loewe Verlag
Erscheinungsdatum: 24.07.2017

ISBN: 978-3-7855-8569-6
Hardcover, 416 Seiten

Preis: 16,95 € (D)

Auch als E-Book erhältlich

Bestellbar unter anderem beim Loewe Verlag, Amazon und Thalia

                                                                                

Montag, 16. Oktober 2017

Frankfurter Buchmesse 2017 - Eine Buchhändler-Auszubildende auf Wanderschaft

Vielleicht hat der/die ein oder andere es schon mitbekommen über meine Social-Media-Profile: Ich war auf der Frankfurter Buchmesse 2017. Allerdings nicht vordergründig als Privatperson, sondern von der Berufsschule aus. Ich bin nämlich momentan am mediacampus in Frankfurt untergebracht und lerne dort viel für meine Ausbildung zur Buchhändlerin. Das heißt, mein Aufenthalt auf der Buchmesse war quasi gesponsort 😉

Das heißt aber nicht, dass ich herumgelaufen bin und Aufgaben erledigen musste, sondern ich konnte mir alles in Ruhe ansehen. Vier Tage lang, den Sonntag habe ich ausgelassen. Immerhin muss ich diese Woche ja wieder zur Schule, da braucht man auch mal etwas Erholung. Vor allem meine müden Beine, denn nach drei Wochen sitzen war es echt anstrengend, wieder so lange zu stehen und zu gehen.

Jedenfalls will ich euch nicht mit solchen Details langweilen, sondern euch anhand von ein paar Fotos (mehr findet ihr auf meinem Instagram-Profil) ein paar Impressionen schildern:


Zuallerst einmal kann ich sagen, dass ich so wahnsinnig viele Bücher gesehen habe, die ich kenne. Vor allem, seitdem ich in einer Buchhandlung arbeite, begegnet mir an jeder Ecke eins. Und zwar warten nicht nur Neuheiten, sondern auch andere erfolgreiche Titel des jeweiligen Verlags. Unter anderem auch einige meiner Lieblingsbücher wie links "Die Tribute von Panem" und "Night School", zwei Reihen vom Oetinger Verlag.
An deren Stand blieb ich übrigens noch öfters hängen. Denn eins der neuen Highlights ist ja die "Götterfunke"-Trilogie von Marah Woolf, deren ersten Band ich echt toll fand. Also gleich mal die Hörprobe zu "Hasse mich nicht" angehört und danach kurz der Lesung von Marah Woolf gelauscht. Jetzt wartet das Buch auf meinem E-Reader nur noch sehnsüchtiger darauf, gelesen zu werden 😁










Genau wie "Was uns ganz macht" von Kendra Fortmeyer, dessen tolles Cover ich zufällig entdeckt habe. Der Klappentext hat mich so neugierig gemacht, jetzt ist es auf meinem virtuellen SuB 😊







Eine weitere meiner Entdeckungen war der dritte Teil der "Chroniken der Verbliebenen" von One (Bastei Lübbe), dessen Cover im Deutschen so viel anders aussieht als im Englischen. Trotzdem richtig toll und die Farbgebung gefällt mir extrem gut. Wird Zeit, dass ich Band 2 lese, ich habe das Gefühl, die Bücher rufen nach mir, damit ich meine zwiegespaltene Meinung von Band 1 revidiere 😋





Aber ich will natürlich die ganzen anderen Verlage nicht unterschlagen. Piper zum Beispiel hatte so hohe, mit Büchern dekorierte Säulen, da konnte man kaum das Ende sehen. Echt der Wahnsinn. 
Und die Buchwände von Droemer Knaur waren so akkurat und riesig, man musste einfach stehen bleiben und ein Foto machen.












Auch toll fand ich den neuen Loewe-Stand - wobei ich da wohl etwas voreingenommen bin als ehemalige Praktikantin. Aber der bunte Mix war einfach super. Am liebsten hätte ich mir glatt die Hälfte der Bücher geschnappt, insbesondere fehlen mir die zweiten Bände von "Infernale" und "Young Elites". Aber irgendwann werde ich die auch noch lesen.




Bei Loewe konnte ich übrigens auch ein Foto von Stefanie Hasse machen. Leider hatte ich mein Exemplar des "Schicksalsbringer" nicht mitgenommen, sonst hätte ich es signieren lassen und Steffi endlich mal persönlich treffen können. Aber die nächste Chance kommt bestimmt und dann bin ich besser vorbereitet 😉



Besser vorbereiten sollen hätte ich mich auch auf die Signierstunde mit Valentina Fast, doch "Royal" hatte ich natürlich auch zu Hause vergessen. Aber ich kam zu meinem Foto und habe sogar den zweiten gedruckten Band der Reihe am Stand entdeckt. Bin also trotzdem happy 😊





Und ich habe die Impress-Wand fotografiert. Stelle sich einer mal vor: Hätte ich beim Schreibwettbewerb einen der vorderen Plätze gemacht, wäre das Cover meines Romans dort drauf gewesen ... na ja, träumen darf man ja, oder? 😇

Und wer weiß, vielleicht schaffe ich ja auch irgendwann einmal den Absprung als Autorin und kann meine Werke auf der Buchmesse begutachten. Das würde ich mir so sehr wünschen ...

Puh, jetzt bin ich aber abgeschweift. Zurück zur diesjährigen Messe. Wobei es einfach zu viel gibt, das ich euch noch erzählen könnte. Aber ich denke, der Bericht wird zu lang, wenn ich alles schildere. Darum nur noch ganz kurz ein paar Details:

- Am Samstag war so viel los, ich musste das Schreibnacht-Treffen und ein Meet & Greet sausen lassen.
- Ich bin Maya Shepherd begegnet, habe sie allerdings nicht um ein Bild gebeten (vergessen).
- Ich hatte die Chance, Mona Kasten eine Frage zu stellen bei ihrem Auftritt im Azubistro, doch mir ist nichts eingefallen.
- Ich war bei der Lesung von Nicholas Sparks und auf dem Weg zu seiner Signierstunde ist er kaum einen Meter von mir entfernt vorbeigelaufen. Genau wie Sebastian Fitzek auf dem Weg nach draußen. (Ähm, doppel-kreisch? 😅)
- Ich habe mir nicht annäherend so viele Vorträge angehört, wie ich wollte. Aber die wenigen fand ich sehr interessant.
- Ich bin bestimmt an einem Haufen Menschen vorbeigegangen, die ich nur über Social Media kenne und die ich nicht erkannt habe. (Sorry!)

Ja, ich glaube, so kann man meine Frankfurter Buchmesse ganz gut zusammenfassen. Ein tolles Erlebnis, das ich allerdings in dieser Form nicht wiederholen werde, da mein zweiter Berufsschulblock nicht mit der Frankfurter Buchmesse 2018 zusammenfällt. Eher mit der Leipziger Buchmesse 2019, deren Besuch ich mir damit schenken kann.
Aber wenn alles wie geplant klappt, bin ich 2018 trotzdem auf beiden großen Messen. Ich hoffe es zumindest. Und vielleicht kann ich dann mit dem ein oder anderen von euch persönlich quatschen 😊

Wer von euch war auch auf der FBM17? Hattet ihr ähnliche Eindrücke? Ähnliche Highlights und Erlebnisse? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Sabrina S.


Sonntag, 8. Oktober 2017

Lesehighlights September 2017 - Thriller

Nach kurzer Pause im Thriller-Genre gibt es jetzt mal wieder zwei Bewertungen. Wobei eine nicht so überraschend kommen dürfte, ich hab ja schon angedeutet, dass ich das Buch lesen wollte. Das andere war eher eine sponante Entscheidung. Ob sie mich überzeugen konnte? Tja, wer die Rezension gelesen hat, weiß es vielleicht schon ...

THRILLER:



https://www.dtv.de/buch/jussi-adler-olsen-erloesung-21493/
Bild: www.dtv.de
Das Thema des dritten Bandes der "Sonderdezernat Q"-Reihe war persönlich nicht ganz so meins: religiöse Gemeinschaften. Während mich Teil 2 noch neugierig gemacht hat mit der Internatsthematik, stand ich der Fortsetzung skeptisch gegenüber.
Durch die recht ausführlichen Perspektiven des Täters und anderer Beteiligter empfand ich mich in den Vermutungen bestätigt, dass dies der bislang schlechteste Teil der Reihe ist. Das heißt nicht, dass das Buch an sich schlecht ist, mir gefiel "Erlösung" einfach nicht so sehr.
Fürs Gesamtbild und die gewohnt witzig-eigentümlichen Ermittlungen von Carl & Co. muss ich allerdings die gleiche Bewertung vergeben wie für Band 2.

Sabrina S. Says:





https://www.luebbe.com/de/spectrum/id_5867390
Bild: www.luebbe.com
Viele Thriller sprechen mich einfach vom Thema her nicht an, da man relativ schnell weiß, in welche Richtung die Handlung geht (entführte Frauen, Serienmord, Banden, ...). Eine Geiselnahme ist zwar auch nicht selten, doch die Kombination aus FBI und dem Genie August Burke hat mich neugierig gemacht. Ich dachte sofort an die Serie "Limitless", die ich mehr oder minder aufmerksam verfolgt habe.
Tatsächlich geht es leicht in diese Richtung, das Buch ist allerdings realistischer meiner Meinung nach. Vor allem das ganze Figurenensemble agierte in sehr guter Harmonie und überzeugte mich letztendlich. Kann ich ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen.

Sabrina S. Says:


>>Hier<< geht's zur Rezension!


So, das war's auch schon wieder. Insgesamt eine solide Leistung, die aber noch steigerbar ist. Wobei es wohl nächsten Monat keine Thriller-Highlights geben wird. Genau wie ich diesen Monat die Belletristik ausklammere. Da hatte ich in den letzten Monaten ja auch wirklich genug mit zu tun.
Die nächsten Lesehighlights findet ihr also Anfang November wieder im Genre Jugendbuch. Bis dann!

Sabrina S.

Samstag, 7. Oktober 2017

Rezension "Heute, morgen und dann für immer" von Aurelia L. Night

https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/heute-morgen-und-dann-fuer-immer-9783958182165.html
© Bild: www.ullstein-buchverlage.de

Das Leben der 19-jährigen Maya scheint perfekt. Sie hat ihr Abitur bestanden, eine Ausbildung zur Krankenschwester in Aussicht, Freunde und Familie - ganz zu schweigen von ihrem Freund Richard.
Doch die Wohnungssuche stellt sich als Hindernis heraus. Mayas einzige Möglichkeit, rechtzeitig irgendwo unterzukommen, besteht darin, sich in einer WG einzuquartiern. Ihr neuer Mitbewohner Julian übt sofort eine Anziehungskraft auf sie aus, gegen die sie anzukämpfen versucht. Denn eigentlich gehört ihr Herz ja Richard. Und der tut wirklich alles dafür, dass die Beziehung nicht scheitert.
Wird sich Maya für den Richtigen entscheiden?



Die Geschichte:
Der Roman ist so einfallslos und klischeehaft, am liebsten hätte ich ihn nach dem ersten Drittel abgebrochen. Klar, sind New-Adult-Liebesromane oft nicht sehr einfallsreich, aber "Heute, morgen und dann für immer" hat mich echt tierisch genervt. Alles ist simpel dargestellt, es gibt kaum Widerworte bzw. negative Reaktionen, kaum Unvorhersehbares. Man wusste schon, wie sich alles entwickeln würde, noch bevor es passiert ist. Vor allem die Szene mit dem Streichen, bei der sich Maya und Julian näher kommen - zum Augenverdrehen. Der gesamte Roman ist 08/15.
Auch am Ende fand ich ein paar Dinge mehr als unlogisch. (Vorsicht, Spoiler!) Richard taucht gar nicht mehr auf, lässt Maya einfach ziehen. Und warum brauchen sie und Julian so viel Zeit, um sich auszusprechen? Das habe ich nicht wirklich nachvollziehen können.

Die Charaktere:
Melodramatisch und wahnsinnig naiv, das beschreibt die Figuren am besten. Schon allein dass Maya und ihre Mutter an den Umzug so unbedarft herangehen, wirkt richtig unglaubwürdig. Nur damit Julian ihnen dann helfen kann. Das ist weder innovativ noch realistisch.
Und leider zieht es sich durch die gesamte Geschichte. Maya ist mir zu sprunghaft, Richard zu sehr der Böse und Julian zu sehr der Held. Für mich gibt es hier nur Figuren, keine Charaktere.

Der Schreibstil:
Den fand ich sehr enttäuschend dafür, dass es noch nicht mal das Debüt der Autorin war. Zwischen Gedanken und Handlungen fehlten mir die Übergänge und Bezüge zueinander, es kamen wahnsinnig viele umgangssprachliche Ausdrücke vor und das Schlimmste war: "sagen" in allen Varianten bei fast jeder wörtlichen Rede. Las sich gar nicht schön.
Ganz zu schweigen davon, dass die Formulierungen und Ausdrücke manchmal nicht passten. Das grüne T-Shirt betont nämlich nicht die "Sprinkler", sondern die "Sprenkel" in seinen Augen. Spätestens im Lektorat hätte das gesehen werden müssen.

Mein Fazit:
Für einen Verlagstitel hätte ich mir viel mehr erwartet. Der Roman wirkt unausgereift, da hätte das Lektorat stärker eingreifen müssen. Obwohl die gesamte Geschichte in meinen Augen nicht wirklich zu retten war, so viele Klischees steckten darin. Kein wirklich guter Ausflug der Autorin in dieses Genre.

Sabrina S. Says:




                                                                                

Erschienen bei Forever (by Ullstein)
Erscheinungsdatum: 04.09.2017

ISBN: 978-3-958-18216-5
E-Book, 260 Seiten

Preis 3,99 € (D) (A)
Preis Taschenbuch 12,00 € (D), 12,40 € (A)

Taschenbuch vorbestellbar

Bestellbar unter anderem bei Ullstein, Amazon und Thalia

                                                                                 

Ein E-Book dieses Titels wurde mir freundlicherweise über Netgalley als Rezensionsexemplar von Forever (by Ullstein) zur Verfügung gestellt.